Ihre Browserversion ist veraltet. Wir empfehlen, Ihren Browser auf die neueste Version zu aktualisieren.

VisitenkarteVisitenkarte

Rückseite VisitenkarteRückseite Visitenkarte

Abby & AikAbby & Aik

Giardienbefall    Quelle: 

Giardien leben schon länger auf der Erde als Wölfe oder Hunde, und beide haben gelernt, mit ihnen klar zu kommen. Das können sie immer noch, und wir erkennen das daran, dass wahrscheinlich mehr als die Hälfte aller Hunde mit Giardien leben, in manchen Regionen mehr als 70 %, und es keine Probleme gibt. Kein Grund zur Sorge und viel weniger noch zur Panik. Normale Hygiene reicht. Empfehlungen wie "Heißdampf" und "alles in die Waschmaschine" und das immer wieder, dienen zur Dramatisierung, um die chemischen Behandlungen als alternativlos zu rechtfertigen.

Wer in Panik ist, folgt blind den Anweisungen "qualifizierter" Leute. Und egal, ob der Hund festen Kot hat, also nicht erkrankt ist, oder Durchfall, er wird mit chemischen Mitteln behandelt. So wird dann häufig der gesunde Hund krank und der mit Durchfall nicht gesund. Nach dem Einsatz der Wirkstoffe Fenbendazol oder Metronidazol tritt bei Hunden ohne Symptome, also gesunden Hunden, häufig erst jetzt der Durchfall auf, und bei den anderen wird er häufig schlimmer. Was folgt? Antibiotika. Und weil die das Problem erst recht nicht lösen, wird dann behauptet, der Hund habe Futtermittelallergien. er brauche ab sofort Spezialfutter.
Wenn die nicht helfen, folgt der Einsatz von Kortison. Kortison ist oft der Anfang vom Ende. 

Das sollten Sie über Giardien wissen: 

Die Gattung Giardia gehört zur Familie Diplomonadida, die sich durch 2 Zellkerne auszeichnet. Sie sind Geißeltierchen, also Einzeller.

  • Die Infektionsrate bei Welpen wird auf bis zu 70 % geschätzt.
  • Viele Hunde, wie auch andere Tiere, sind Träger von Giardien (Trophozoiten), ohne zu erkranken
  • Viele Hunde entwickeln eine gewisse Immunität. Mit steigendem Alter sinkt die Erkrankungshäufigkeit.
  • "Der Giardiose-Stuhl ist meist sehr fettreich und schleimig, aber charakteristischerweise ohne Blut, wodurch die Giardiose leicht von einer Amöbose unterschieden werden kann. Typische Symptome sind heftige Darmschmerzen, Krämpfe, Übelkeit, Unwohlsein, Appetitlosigkeit, leichtes Fieber, Schüttelfrost und ein oft starker Gewichtsverlust. Das Blutbild und die Blutchemie sind bei einer Giardiose in der Regel unauffällig, eine Eosinophilie ist selten. Bei schweren Fällen kann der Körper Fett, Glukose, Laktose, Xylose, Karaten, Folsäure und Vitamin B 12 nicht mehr aufnehmen." (Ortega & Adam 1997) Nicht alle Hunde zeigen diese Symptome.
  • Giardien haben einen sehr ursprünglichen Stoffwechsel. Sie besitzen keine Mitochondrien, die man auch als Kraftwerke der Zellen bezeichnet. Sie gewinnen ihre Energie nicht auf aerobe Art, also durch Verbrennen Zucker mit Sauerstoff, sondern anaerob durch Vergärung. Ihr Bedarf an Zucker ist deshalb etwa 16mal so groß wie bei aerob lebenden Tieren.
  • Wer Hunden stärkereiches Futter gibt (alle Trockenfutter und auch viele Dosen enthalten hohe Anteile an Stärke), fördert die Giardien, denn die Stärke wird im Dünndarm in Zucker umgewandelt.
  • Giardien „fressen“ Dünndarm-Schleim und Darminhalt. Die aufgenommenen Kohlenhydrate werden in Form von Glykogen gespeichert und normalerweise anaerob abgebaut.

Therapie-Empfehlung:

KOMPLETT auf Stärke verzichten, die ja im Darm von Hund und Katze in Zucker umgewandelt wird. Also kein Trockenfutter füttern und auch keine stärkehaltigen Nahrungsmittel wie Reis, Mais, Nudeln zusetzen! Giardien brauchen Zucker als Energieträger. Kriegen sie den nicht, werden sie ausgehungert. 
In der Fachliteratur "Veterinärmedizinische Parasitologie" können Sie nachlesen: ".. fördert eine kohlenhydratreiche Ernährung die Erkrankung". Das ist Standardwissen.

Das sollten Sie sofort machen:

  • Einen Tag lang nur Schafskäse, echten Feta, füttern, am besten mit 30 Kräutergarten gemischt. Oder Sie nehmen Kräuter der Provence, 2 - 3 Teelöffel pro Hund!Unbedingt echten Feta nehmen, keinen Ziegenkäse oder Feta aus Kuhmilch!!!
  • Usniotica-Tropfen ab dem 2. Tag dreimal täglich geben. Je nach Gewicht des Hundes dreimal 5 Tropfen bis zu dreimal einen Teelöffel voll.
  • Oft ist es sinnvoll, mit Enterogan zu kombinieren oder im täglichen Wechsel zu geben. Je nach Gewicht des Hundes zweimal eine Messerspitze bis zu 5 g (2 kleine Messlöffel voll) am Tag.
  • Fütterung ab dem 2. Tag: Fleisch oder Reinfleischdose mit (s. Rubrik Grundversorgung) Komplement, 30-Kräutergarten, Bauerngarten-Gemüsemix. Auf keinen Fall Stärke. Auch bei den Leckerlis darauf achten!
  • Akute Durchfälle lassen sich meist mit Garon forte stoppen.

Fast immer ist das Problem nach ca. 10 Tagen gelöst, häufig schneller. Wenn nicht, bei uns anrufen!

Ist Ihr Hund sehr geschwächt, bauen Sie ihn mit Regenerat zur Stärkung des Immunsystems wieder auf. Ist der Darm erheblich geschädigt, setzen Sie Koslal-Kolostrum-Extrakt flüssig ein.
Wenn bereits eine Behandlung mit Antibiotika erfolgt ist, dauert der Aufbau der Darmflora etwas länger. Es ist dann hilfreich KoProStop im Wechsel mit Komplement als Grundversorgung zu geben. Das enthaltene Heilmoor leitet Giftstoffe aus dem Körper aus, und der Vitamin-B-Komplex hilft, die defizitäre Darmflora zu entlasten. In Verbindung mit dem Schafskäse wird die Darmflora wieder aufgebaut.

Hintergrund zu unserer erfolgreichen Therapie

Viele Jahre befassten wir uns mit der Ernährung und Gesunderhaltung von Brieftauben und entwickelten dafür Produkte. Wir betreuten ständig bis zu 500.000 Tauben. Tauben sind häufig mit Trichomonaden belastet. Die sind verwandt mit Giardien.

Angeregt zur Anwendung von Usnea barbata und Calendula officinalis wurden wir einerseits durch den Hinweis in Hagers Handbuch der Pharmazeutischen Praxis, das ätherische Öl aus Calendula habe eine trichomonazide Wirkung, und durch unsere Vermutung, dass die Usninsäure aus der Bartflechte eine ebensolche Wirkung haben könnte. Giardien und Trichomonaden gehören in die Gruppe der Metamonaden, was uns zu dem Versuch veranlasste, Auszüge von Usnea barbata und Calendula officinalis auszuprobieren, und so dem Darm zu helfen, seine Besiedlung zu regulieren. Die Erfolge wurden uns zahlreich mitgeteilt. Auch in Fällen, wenn Ronidazol – damals noch im Vertrieb – und später Metronidazol keine Wirkung mehr zeigten.

Verwendete Literatur:

  • Hänsel, R. et al. (Hrsg.) Hagers Handbuch der Pharmazeutischen Praxis Springer Verlag 1992.
  • Ortega, J.R. & Adam, R.D. "Giardia: overview and update." Clin. Infectious Diseases 1997; 25: 545-50.
  • Slonczewski & Foster Mikrobiologie – eine Wissenschaft mit Zukunft Spektrum Verlag 2012.
  • Eckert, J. et al. Lehrbuch der Parasitologie für die Tiermedizin Verlag Enke, 2008.
  • H. Brandis, G. Pulverer Lehrbuch der medizinischen Mikrobiologie Gustav Fischer Verlag, 1988.

Giardien - ein Wort, das Panik auslöst

Viele Jahre hat man daran gearbeitet, bis noch der letzte Hunde- oder Katzenhalter in Panik gerät, wenn er die Diagnose Giardien hört. Das war ein voller Erfolg.

Bevor Sie weiterlesen, gehen Sie auf die Seite www.artgerecht-tier.de und lesen den Text "Eine total erfundene Geschichte"!

Sie haben eine Kotuntersuchung machen lassen und die Diagnose "Giardien" erhalten. Nun stecken Sie in der Falle. Das Karussell beginnt, sich zu drehen.

Egal, ob Ihr Hund oder Ihre Katze Durchfall hat oder nicht, ob er also Symptome zeigt oder nicht, es gibt Panacur oder Metronidazol. Es folgen die Anweisungen: Alle Stellen, alle Liegeflächen, wo sich das infizierte Tier aufgehalten hat, müssen unbedingt mit Heißdampf oder chemischen Mitteln desinfiziert werden; alle Kissen, alle Polster müssen in die Waschmaschine, und nicht nur einmal. Ein Riesenaufwand. Da kann man schon verzweifeln.

Genau das ist die Methode, wie man Panik schürt. Was da verordnet und angeordnet wird, darf nicht in Zweifel gezogen werden, es ist die absolute Wahrheit, die einzige Lösung des Problems. Es gibt noch einen drauf: Sie können sich selbst mit Giardien infizieren. Ja, das ist möglich, passiert aber nur in sehr seltenen Fällen. Da möchte man doch am liebsten sein Haustier gleich abschaffen.

Gut informiert, ist besser. Lesen Sie hier, was Sie - kurz und übersichtlich - über Giardien wissen sollten:

Giardien, Giardia lamblia, leben in zwei verschiedene Stadien, als Trophozoiten und als Zysten. Die Trophozoiten heften sich an der Darmwand an und leben dort vom Schleim des Dünndarms und dem Nahrungsbrei, vor allem von Kohlenhydraten. Sie sind die fruchtbare Form und bilden die Zysten.
Sie werden als Zysten mit dem Kot ausgeschieden und über das Wasser oder Futter von anderen Tieren aufgenommen. Gelangen sie in den Verdauungstrakt, verwandeln sie sich im Dünndarm zu Trophozoiten, setzen sich dort fest und es kann zu den bekannten Symptomen kommen.

Trophozoit, fruchtbare Form der Giardien im Darm:

Man schätzt, dass bis zu 70% aller Hunde infiziert sind. Das wird vermutlich schon immer so gewesen sein, nur konnte man es früher nicht genau nach-weisen. Hat ein Hund erst einmal Giardien, wird er sie ein Leben lang nicht mehr los, so unsere Erfahrungen. Er muss lernen, mit ihnen in Frieden zu leben.

Giardien sind Einzeller, die keine Mitochondrien beherbergen. Sie können also keine Energie durch Verbrennen von Zucker mit Sauerstoff gewinnen, wie wir das tun und unsere Tiere auch. Sie gewinnen Energie auf anaerobem Weg durch Vergärung, also ohne Sauerstoff. Dieser Gärungsweg der Energie-gewinnung, den übrigens auch die aggressiven Krebszellen gehen, liefert nur ein 19tel der Energie gegenüber dem aeroben Weg. Giardien brauchen also zum Selbsterhalt und für die Vermehrung riesige Mengen Zucker.

Den kriegen sie bei der heute üblichen Fütterung reichlich geliefert: Trockenfutter. In jedem dieser Futter sind mindestens 20 % Stärke enthalten, oft mehr. Aus Stärke wird im vorderen Dünndarm von Hund und Katze durch das Enzym Amylase und durch Darmsymbionten Zucker, den die Giardien benötigen.

Schon die meisten Welpen bekommen diese Trockenfutter, kaum dass sie selbst fressen können, und es sind vor allem Welpen und junge Hunde, die erkranken. Die meisten erwachsenen Hunde werden mit Trockenfuttern ernährt. Diese Futter schaffen also für Giardien ideale Lebensbedingungen. Jeder Veterinär weiß das oder müsste es wissen.

Auf dem Etikett der Verpackungen finden Sie in aller Regel keinen Hinweis auf die enthaltene Stärkemenge, denn die Stärke muss nicht deklariert werden. Man kriegt die ungefähre Zahl nur heraus, wenn man die Analysewerte und die Zusammensetzung gemeinsam betrachtet. Brauchen Sie Hilfe, rufen Sie uns an oder schreiben Sie uns! Häufig ist der Anteil Stärke auch in Dosenfutter sehr hoch.

Um eine akute Giardiose festzustellen, brauchen Sie keine Laborunter-suchung. Das können Sie sehen und riechen. Der Kot ist schleimig, dünn und stinkt erbärmlich faulig süß, ein bisschen nach Leiche. Meist erscheinen die befallenen Tiere nicht sonderlich krank. Das kann aber auch anders sein. Dann treten starke Symptome auf wie Bauchschmerzen, Krämpfe, Übelkeit, Appetitlosigkeit. Wird es extrem schlimm, kommt es zu Fieber, Schüttelfrost und Gewichtsverlust. Am Blutbild kann man das nicht erkennen.

Viele Hunde und Katzen (auch Meerschweinchen, Kaninchen, Chinchillas) sind Träger der Trophozoiten, also der vermehrungsfähigen Form, und scheiden Zysten aus, die Dauerform. Deshalb kann man sie im Kot häufig nachweisen, auch wenn die Tiere keinen Durchfall haben, also nicht krank sind. Die Abwehrzellen des Immunsystems halten sie in Schach. Das schaffen die Abwehrzellen bei vielen anderen Mikroben ja auch. Wenn man allerdings die Anwesenheit einer Mikrobenart als Krankheit definiert, wie das ständig geschieht, hat man immer einen Grund, mit Medikamenten einzugreifen. Und weil ein mit Giardien infizierter Hund diese sein Leben lang nicht mehr loswird - so unsere Erfahrung - müssten man ständig diese Mittel einsetzen. Sie sehen, wohin falsches Denken führt.

Früher haben wir uns mit der Ernährung und Gesunderhaltung von Geflügel befasst, das häufig an Trichomonaden erkrankte. Diese Lebewesen sind enge Verwandte der Giardien. Wir haben zur Abwehr dieser Erreger hochwirksame Produkte auf der Basis von Bartflechte und Ringelblume entwickelt und deren Wirksamkeit durch eine wissenschaftliche Studie an der Universität Leipzig absichern lassen. Über 95 % der Trichomonaden wurden durch den Bartflechtenextrakt getötet.

Diese Erfahrungen haben wir auf Giardien, die ja den Trichomonaden stark ähneln, übertragen. Darüber wird es demnächst eine weitere wissenschaftliche Studie geben. Erfahrungen und überragende Erfolge haben wir allerdings seit Jahren ständig erzielt. Offensichtlich wird das Milieu im Darm derart verändert, dass die Lebensbedingungen für Giardien extrem verschlechtert werden.

Ein weiteres hochwirksames Mittel zum Schutz der Darmschleimhaut sind die Immunglobuline des Typs A, enthalten im hochgereinigten Rinderkolostrum, gewonnen aus Milch des ersten Tages nach der Geburt eines Kalbes. Die IgAs blockieren das Anheften an der Darmwand.

Klaus-Rainer Töllner

--------------------------------------

Ein möglicher Weg…

Giardien können sich im Darm ausbreiten, wenn sehr viel Stärke oder Zucker gefüttert wird oder das Immunsystem zu schwach ist, um sich zu wehren. Die übliche Vorgehensweise von Tierärzten ist die Verabreichung eines Antibiotikums (Metronidazol) oder einer Wurmkur (Panacur). Was im Darm dann passiert, ist eine Verdrängung der Giardien, jedoch keine vollständige Eliminierung. Weil durch beide Mittel die Darmflora geschädigt wird, wird das Immunsystem geschwächt. Lebenswichtige Bakterien, die Eindringlinge im Darm verdrängen, werden abgetötet. Übrig gebliebene Giardien haben damit die Chance, sich umso schneller zu etablieren. Die Giardiose kann wiederholt auftreten.

Eine auf Dauer verschobene Darmflora kann zu Darmentzündungen (Inflammatory Bowel Disease, IBD) oder zum Leaky-Gut-Syndrom führen. Bei Letzterem sind die Verbindungen zwischen den Darmzellen zerstört, so dass aufgenommene Stoffe (z.B. Nahrung, Pollen) in die Darmwand gelangen. Und das unverdaut, nicht wie üblich aufgeschlossen. Das Immunsystem schlägt Alarm auf die eingedrungenen Stoffe. Es können sich dadurch Allergien entwickeln auf alles, was der Hund aufnimmt.

Des Weiteren belasten chemische Mittel Leber und Niere stark, was zu Problemen führen kann. Ist die Leber überlastet, entgiftet der Körper verstärkt über die Haut. In der Folge kommt es zu Juckreiz, Rötungen, Pusteln, Hot Spots oder aufgebissenen Pfoten. Auch Ohrprobleme wie Entzündungen oder vermehrter Ohrenschmalz, der die Nahrungsgrundlage für Milben, Hefepilze und Malassezien ist, treten auf.

Sowohl bei Allergien als auch bei Hautproblemen wird dann oft zum letzten Mittel – dem Cortison – gegriffen. Zunächst werden die Probleme besser, denn das Immunsystem wird unterdrückt. Da aber die Ursache nicht behoben und viele Stoffwechselprozesse unterdrückt werden, ist eine echte Heilung so nicht erreichbar.

Dr. Tina Gebing